Image size 24 Kb Gegen Krebs und Kalorien:   Roggenbrot

Roggenvollkornbrot gehört seit jeher zu den finnischen Grundnahrungsmitteln. Dieses fasernreiche Brot hat sich als besonders gesundheitsfördernd erwiesen. In der umfassenden skandinavischen Untersuchung „Roggen und Gesundheit” wurde nachgewiesen, daß eine Roggen-Diät sogar Krebszellen absterben läßt. „Erstmalig konnte mit einer Diät ein solches Ergebnis erzielt werden”, freut sich Prof. Herman Adlercreutz von der Universität Helsinki.

Die bisherigen Untersuchungsergebnisse bekräftigen die schon in der Anfangsphase der Studie an die Roggen-Diät gestellten Erwartungen hinsichtlich eines verminderten Risikos bei Brust-, Prostata- und Dickdarmkrebs. Die Untersuchung förderte auch zutage, daß Roggen beim Abmagern hilft: Mit den Roggenfasern scheidet der Organismus Energie aus, was eine Gewichtsabnahme begünstigt.

Gesunde Roggenfasern

Finnen verzehren Roggen heute vor allem in Form von Vollkornbrot. Prof. Adlercreutz zufolge geht die gesundheitsfördernde Wirkung des Roggens nicht nur auf den hohen Faseranteil zurück. Roggen enthält reichlich gesundheitsfördernde Komponenten wie Vitamine, Minerale, Antioxidanzien und Lignane. „Wenn die faserreiche Schalenschicht des Getreides abgespalten wird wie zum Beispiel beim Mahlen von Weizen, werden auch zugleich die meisten dieser nützlichen Stoffe eliminiert”, merkt Adlercreutz an.

Roggenfasern sind als Ballaststoffe in vieler Hinsicht gesundheitsfördernd. Dies gilt für die Darmtätigkeit, den Stoffwechsel sowie für die Quantität, Qualität und Zusammensetzung der Darmflora. Sie wirken sich überdies auf den Gallensäurestoffwechsel aus. Einige Gallensäuren gelten als karzinogen, können mithin Krebs auslösen.

Ballaststoffe vermindern zudem via den Hormonstoffwechsel den Öströgengehalt des Bluts und somit das Brustkrebsrisiko. Sie führen giftige Stoffe ab und verdünnen sie im Darmtrakt.

Nach Verzehr von Roggenvollkornbrot mutieren die Lignane der Faserschicht im Darmtrakt in hormonähnliche Stoffe. Die Fasermenge des Roggens läßt nur schwer durch anderen Nahrungsmittel wie z.B. Gemüse ersetzen. So müßte man 1,3 Kilo Möhren, acht Kilo Tomaten oder zwei Kilo Äpfel essen, um auf die gleiche Fasermenge zu kommen, die in sechs Scheiben Roggenbrot steckt.

Roggenpasta und -hamburger

Als die gesundheitsfördernden Eigenschaften des Roggens offenbar wurden, erwärmte sich auch die Lebensmittelindustrie für die bislang als alltäglich geltenden Roggenprodukte und entwickelte eine Roggenpasta, frisch und getrocknet, die bereits in den Geschäften zu haben ist. Besonders die frische Pasta, die auch einen italienischen Gaumen zufriedenstellt, konnte dank ihres herzhaften Geschmacks viel Lob einheimsen.

Bereits auf dem Markt ist auch eine Reismischung, der geschroteter Vollkornroggen zugesetzt wurde. Auch die Jugend wurde nicht vergessen: Eine internationale Hamburger-Kette hat in Finnland einen Hamburger auf Roggenbrotbasis in ihr Menü aufgenommen.