Image size 22 Kb Vogelwelt in Finnland

 

 
Der kleine Blauschwanz ist für etliche Vogelbeobachter ein ausreichender Grund, nach Finnland zu reisen. Enthusiastische Hobby-Ornithologen setzen alles daran, so viele Vogelarten wie möglich vor das Fernrohr zu bekommen, sie sammeln Vögel wie andere Briefmarken. Wie bei vielen anderen Hobbys auch, kann das Sammeln zu einer Obsession werden.

Der Blauschwanz Tarsiger cyanurus ist eine gefiederte Schönheit: Das erwachsene Männchen weist ein blauschwarzes Federkleid mit orangen funkelnden Flanken auf. Der Vogel ist höchst rar und scheu. Er haust in düsteren Urwäldern, und verrät seine Anwesenheit in Baumwipfeln nur am frühen Morgen durch sein Gezwitscher.

Der Bartkauz und der Unglückshäher sind ebenfalls Vögel des nördlichen Taigagürtels. Der Bartkauz ist eine imposante Erscheinung, wenn seine stechend gelben Augen im dämmerigen Forst aufblitzen. Seine Jungen gleichen Waldtrollen. Der Unglückshäher wiederum leistet Wanderern Gesellschaft. Er ist stets zu Stelle, wenn Ausflügler ihren Proviant auspacken. Er wimmert, pfeift und tänzelt so herzerweichend, daß man wohl oder übel sein Butterbrot mit ihm teilt.

Neben geheimnisvollen Waldvögeln gibt es in Finnland viele andere gefiederte Gäste zu beobachten. Zumal während der Herbst- und Frühjahrswanderung: hoch am Himmel kreisende Kranichschwärme, Wasservögel in den Meeresbuchten, leuchtend weiße Singschwäne, Falkenvögel, die sich von Luftströmungen in die Höhe tragen lassen...