Image size 18 Kb Fischers Fritze fischt frische finnische Fische...

Finnland ist eines der gewässerreichsten Länder Europas, ein wahres Eldorado für Petri Jünger. In dem dünnbesiedelten, weitläufigen Land findet man allerorten ein ergiebiges Fischgewässer. Neben vielseitigen Angelmöglichkeiten für Süßwasserfische bietet sich auch Angeln und Fischen auf dem Meer an. Dabei nimmt die autonome finnische Provinz Ålandinseln, die leicht von Südfinnland oder via Schweden erreicht werden kann, eine zentrale Stellung ein.

„Die Ålandinseln zählen 25 000 Einwohner und 6 500 Inseln, von denen rund hundert bewohnt sind”, erklärt Britt-Inger Wahe, die Pressesprecherin der Provinzregierung Ålandinseln. „Die bezaubernde Natur der Region reicht von lauschigen Hainen bis zu den kahlen Granitfelsen der äußeren Schären. Die Natur ist indessen äußerst verletzlich. Deswegen setzen wir auf einen 'weichen Tourismus, bei dem Umweltfaktoren im Vordergrund stehen.”

Tourismus ist auf den Ålandinseln nach der Seefahrt zum zweitwichtigsten Erwerbszweig der Provinz aufgestiegen. Seine Haupttrümpfe sind die Stille und Weitläufigkeit der Landschaft und die Gastfreundlichkeit der Bewohner. Diese Faktoren können nur durch durchdachte Vorausplanung bewahrt bleiben.

Auf den Ålandinseln, wie auch in anderen finnischen Schärengebieten, war man bedacht, den Tourismus auf Basis der herkömmlichen Erwerbszweige aufzubauen. Der Fischfang, von dem die Inselbewohner seit jeher gelebt haben, wird jetzt im großen Stil betrieben: durch ein köderreiches Serviceangebot für Touristen.

Davon weiß Per-Erik „Bästö-Pelle” Eriksson, der legendäre Organisator von Fischfang-Safaris - viele Sportangler aus Mitteleuropa haben ihn persönlich erlebt - ein Lied zu singen: „Der Hecht frißt jeden Tag, aber wenn man die genaue Zeit wissen will, muß man den Hecht schon selbst fragen.” Erikssons Hotel und Feriendorf ist die ganze verlängerte Saison über, vom Frühjahr bis weit in den Herbst, auf Sportangeltouristen eingestellt.

Professionelle Organisatoren von Fischfangtouren gibt es auf den Ålandinseln zuhauf. Zu ihnen zählen vorneweg die großen Passagierfähren-Gesellschaften, u.a. die åländische Viking Line Ab. Image size 13 Kb

Im Binnenland wiederum ist Angeln von Süßwasserfischen angesagt. Ein Viertel der finnischen Wald- und Wildmarkgebiete, die vom Amt für Staatswälder verwaltet werden, ist im staatlichen Besitz. Das Amt gebietet über eine halbe Million Hektar Gewässer - Seen, Flüsse und Bäche - und spielt heute eine gewichtigte Rolle als Organisator von Fischfangtouren. Es unterhält überdies Sportangelgebiete von Südfinnland bis in den nördlichsten Winkel Lapplands.

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Die finnische Gesetzgebung erlaubt generell Fischfang mit Stippangeln, aber für andere Formen des Fischfangs ist eine Genehmigung vonnöten. Im Herbst 1996 wurde auch das Spinnangelfischen liberalisiert. In der Praxis sind Fanggenehmigungen leicht zu bekommen und preiswert. Ein Angeltrip nach Finnland lohnt sich allemal. Rund ums Jahr - im Winter kann man sein Angelglück an Eislöchern versuchen.

Siehe auch:
WTF-O Famose Fischgerichte in Finnland