Images size=22 Kb Leuchttürme
Majestätische Seezeichen

Aus westeuropäischer Sicht gleicht Finnland einer Insel: Im Osten eine mehr als tausend Kilometer langen Grenze mit Rußland und im Süden und Westen die Ostsee mit einem malerischen Schärenmeer. Andererseits war die finnische Küste mit ihren tückischen Untiefen und Klippen seit jeher eine ernste Herausforderung für Seefahrer. Die berüchtigsten Havariestellen wurden zu Recht als Schiffsfriedhöfe bezeichnet.

Die ersten beleuchteten Seezeichen waren provisorische Signalfeuer. Schon im 16. Jahrhundert wurden an der Küste und auf Inseln Holzfeuer entzündet, die Schiffen den Weg wiesen. Der erste finnische Leuchtturm wurde 1753 auf der Felsinsel Utö am südlichen Rand des finnischen Schärenmeers errichtet und der zweite 1800 in Porkkala westlich von Helsinki.

Die Leuchtturmwärter wohnten mit ihren Familien auf windumstosten felsigen Eilanden, doch die Automatisierung der Leuchtfeuersysteme machte sie im Laufe der Zeit überflüssig. Der letzte finnische Leuchtturmwärter verließ 1987 seinen einsamen Arbeitsplatz. Im Zeitalter der Satelliten und Elektronik haben Leuchttürme für die Navigation von Passagier- und Frachtschiffen stark an Bedeutung eingebüßt.

Die zig Leuchttürme und unbeleuchteten Baken an der finnischen Küste sind die sichtbarsten Monumente der Seefahrtsgeschichte - und für Zigtausende von Bootssportlern noch immer wichtige Orientierungsmarken. Sie haben sich auch für viele kleine Gemeinden als attraktive Sehenswürdigkeiten erwiesen. Die trutzige Architektur und die seinerzeit fortschrittliche Lichttechnik sind für viele Besucher faszinierend.

Zwölf anklickbare Bilder von finnischen Leuchttürmen