Image size 26 Kb Schulbus
für die Datenautobahn

Helsinki investiert in die Zukunft, indem die Stadt allen Schülern einen Schulbus für die Datenautobahn spendiert. In den städtischen Schulen läuft zur Zeit ein Mammutprojekt, das Ende 2001 abgeschlossen werden soll. Dann werden alle 185 Schulen vernetzt sein, und jedem Schüler steht ein Computer zur Verfügung.

Das Ziel rückt in greifbare Nähe, denn bis Ende vergangenen Jahres waren schon 140 Schulen im Netz. Jedesmal, wenn eine neue Schule dazukommt, erhält jeder Schüler und Lehrer eine eigene E-Post-Adresse. Die summierten sich Ende 1998 auf 41 000, und Anfang 2002 sollen es bereits 70 000 sein. „Es handelt sich um eines der größten einschlägigen Netze Europas”, kommentiert Riitta Karvinen, Projektleiterin der städtischen Schulbehörde.

Die Benutzung und das Surfen im Internet ist für die Schüler unentgeltlich. Von den Schulen Helsinkis wird täglich 1,5 Millionen Mal auf das Internet zugegriffen, und die elektronische Post wird eifrig benutzt. „Es ist wissenschaftlich erwiesen, daß die Lernziele mit Hilfe der Computertechnik leichter erreicht werden. Die Schüler lernen besser und sind motivierter. Dabei kann es nicht schaden, wenn jemand im Internet nicht nur Informationen fürs Studium sucht. Der Umgang mit dem Internet trägt dazu bei, daß die EDV allmählich zu einem automatisch benutzten Instrument wird sowohl beim Studium als auch bei der Arbeit”, erläutert Karvinen.

Image size 4 Kb Schon bei Schulbeginn kennen sich die meisten Schüler mit Computerprogrammen aus und wissen das Internet zu nutzen. Die Lehrer wiederum können besser mit Nutzanwendungen umgehen wie Textverarbeitungen. Die EDV-Kenntnisse der Lehrer werden in zehntägigen Kursen auf den neuesten Stand gebracht; in dieser Zeit läuft das Gehalt weiter, ein Stellvertreter übernimmt den Unterricht.

Das Projekt umfaßt auch die Entwicklung einer neuen Netzwerk-Schule, von dem es bereits eine Demo-Version gibt und das laut Karvinen alsbald zum Alltag gehören wird. Die Netzwerk-Schule bietet einen simplen Zugang zu verschiedenartigen Datenbeständen und Archiven und bildet die Grundlage für Sonderkurse an Schulen, die diese Kurse nicht aus eigener Kraft realisieren stellen können. In der Netzwerk-Schule können die Schüler später u.a. Kurse für ihren Studiengang belegen oder sich an Projekten von kooperierenden ausländischen Schulen beteiligen.