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Tampere-Halle

„Unser Motto ist: Die Tampere-Halle paßt sich Ihren Wünschen an”, erklärt Kaarina Suonio. Sie managt das größte Kongreß- und Konzertzentrum Skandinaviens, das im Jahr 2000 zehn Jahre in Betrieb ist. Die Architekten Sakari Aartelo und Esa Piironen haben in das Gebäude die typischsten Features der finnischen Architektur eingebracht und seine Räumlichkeiten möglichst flexibel für verschiedenartige Zwecke ausgelegt. Die Fassade wurde mit keramischen Platten und grauem Granit verkleidet. Die Geschoßfläche umfaßt 2 270 m² und das Bauvolumen 174 500 m³.

Die Halle steht, gegenüber dem Hauptgebäude der Universität, unweit eines reizvollen Parks und Teichs, einen Spaziergang vom Stadtzentrum entfernt. Schon allein wegen ihrer Architektur und ihren Kunstwerken ist sie eine Sehenswürdigkeit. Vor allem fällt die 200 Meter lange Betonskulptur „Blaue Linie” von Kimmo Kaivanto ins Auge, die sich vom Eingangsfoyer bis zur Fassade der Halle erstreckt.

Die Halle ist das Zentrum des Musiklebens von Tampere, die Heimstatt der städtischen Philharmonie und Oper. Image size 16 Kb In dem akustisch vorzüglichen Großen Saal haben schon viele Megastars gastiert: Daniel Baremboim, Isaac Stern, Yehudi Menuhin, Matti Salminen, Wladimir Ashkenazy, Esa-Pekka Salonen, The King's Singers, Karita Mattila. Das namhafteste Gast-Orchester waren die Berliner Philharmoniker. Auf dem Spielplan 2000 steht Verdis Oper „Simon Boccanegra” mit den Starsolisten Jorma Hynninen und Jaakko Ryhänen. Ende des Vorjahrs brillierte hier das Ballett des Prager Nationaltheaters mit Tschaikowskis Nußknacker-Suite.

Die Halle hat zig internationale Kongresse beherbergt, mit Teilnehmerzahlen von 20 bis 2 000 Delegierten. Die größte Herausforderung steht dem Zentrum 2004 bevor, wenn zum 10. Internationalen Toxikologen-Kongreß 2500 Teilnehmer erwartet werden. Die Tampere-Halle konnte sich in der Endausschreibung gegen die Mitbewerber in Montreal und Sao Paolo behaupten.

Das Gebäude wurde - mit Schwellenrampen und automatischen Türen - überdies behindertenfreundlich konzipiert. Auch Umweltaspekte wurden stärker berücksichtigt als in anderen europäischen Kongreßzentren. Die Tampere-Halle konnte 1994 auf der European Incentive & Business Travel & Meetings Exhibition auf diesem Gebiet für bahnbrechende Errungenschaften einen Preis einheimsen.

Die Tampere-Halle verfügt sogar, anders als entsprechende Zentren, über ein eigenes Programmbüro. Direktorin Kaarina Suonio betont denn auch den Imagegewinn durch Veranstaltungen, die in diesem vorbildhaften Ambiente ausgerichtet werden. Besonders Lob spendet sie den Mitarbeitern, angefangen bei dem Pförtner, der die Besucher freundlich begrüßt.