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St. Michel
Auf Trab gebracht

 

Der Fliegende Finne, Paavo Nurmi, erlief Weltrekorde auf der Aschenbahn des Sportplatzes Eläintarha in Helsinki, der sich im Vergleich mit heutigen Stadien wie ein Kartoffelacker ausnimmt. Die zur Nurmis Zeiten, nach wissenschaftlichen Erkenntnissen aufgepeppten Bahnen sind eventuell auch heute noch für Rekorde gut. Sportliche Spitzenleistungen lassen sich nur unter idealen Bedingungen erreichen.

In Mikkeli [schwedisch: St. Michel] wurde eine der schnellsten Traberbahnen der Welt gebaut, auf der Jahr für Jahr die besten Traber ihre Kräfte messen. Das St. Michel-Traberrennen wird alljährlich im Juli ausgetragen. In den Jahren 1993 und 1995 wurden in Mikkeli auf der 1000-Meter-Strecke Weltrekorde aufgestellt.

Jaakko Laitinen, Geschäftsführer der Traberbahn Ravirata Oy, lüftet das Geheimnis der schnellen Bahn. Jedes Detail wurde präzise geplant. „Auf einer kreisförmigen Bahn (Radius 105 Meter) kann ein Pferd auch in den Kurven die Höchstgeschwindigkeit halten. Überdies wurden die Bahn mit vorgezogenen Kurven und Neigungenswinkeln ausgestattet. Der steilste Neigungswinkel einer Kurve beträgt ideale 12,5 Prozent, was sich besonders bei hohen Geschwindigkeiten günstig auswirkt. Der Belag der Bahn ist Steingrus. Dank der körnigen Struktur des Materials ist die Griffigkeit der Bahn vorzüglich, so daß die Hufe nicht ausrutschen. Die Traberbahn ist von einem hohen Wald umgeben, der Windböen während der Rennen abfängt. Nur gegen Regenfälle kann er nichts ausrichten.”